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DSGVO 14 Min 2026-03-26

DSGVO-Chatbot-Checkliste: 12 Punkte die dein Tool erfüllen muss

20 Mio. EUR Bußgeld pro DSGVO-Verstoß. Diese 12-Punkte-Checkliste zeigt dir, ob dein Chatbot-Tool die Anforderungen erfüllt — mit Vergleichstabelle aller Anbieter.

20 Millionen Euro Bußgeld. So viel kann ein einzelner DSGVO-Verstoß kosten. Und bevor du denkst "das trifft nur Großkonzerne": Die Datenschutzbehörden in Deutschland verhängen zunehmend Bußgelder gegen KMU. Besonders wenn personenbezogene Daten in die USA fließen — ohne dass der Verantwortliche es weiß.

Ein Chatbot sammelt Daten. Immer. Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, manchmal Gesundheitsdaten. Und genau deshalb ist die DSGVO-Konformität deines Chatbots keine Kür, sondern Pflicht.

Hier sind 12 Punkte, die dein Chatbot-Tool erfüllen muss. Bei jedem Punkt zeigen wir, wie BotCore das löst — und wo US-Anbieter scheitern.

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[BESCHREIBUNG: Hero-Grafik mit Checklisten-Visualisierung — 12 Punkte als Icons mit Häkchen/Kreuzen, EU-Flagge und Datenschutz-Schild]

Punkt 1: Server-Standort in der EU

Die Regel: Personenbezogene Daten müssen innerhalb der EU/EWR verarbeitet werden, es sei denn, es gibt eine gültige Rechtsgrundlage für den Transfer (Art. 44–49 DSGVO).

Das Problem: Chatbase läuft auf AWS in Virginia, USA. Tidio ebenfalls auf AWS, vermutlich US-Server. Jede Nachricht, die ein Besucher deiner Website in den Chat tippt, landet auf US-Servern.

BotCore: Hetzner Rechenzentrum in Nürnberg, Deutschland. Keine Daten verlassen die EU. Punkt.

Punkt 2: Auftragsverarbeitungsvertrag (AV-Vertrag / AVV)

Die Regel: Wenn ein Dritter personenbezogene Daten in deinem Auftrag verarbeitet, brauchst du einen AV-Vertrag (Art. 28 DSGVO). Ohne AV-Vertrag = Verstoß.

Das Problem: Viele Chatbot-Anbieter bieten keinen AV-Vertrag an oder nur auf Anfrage. Bei US-Anbietern ist ein AV-Vertrag nach DSGVO-Standards rechtlich fragwürdig, weil die Datenverarbeitung in den USA stattfindet.

BotCore: AV-Vertrag ist Standard, wird automatisch beim Vertragsabschluss bereitgestellt.

Punkt 3: Schrems II und der EU-US Data Privacy Framework

Was ist Schrems II? 2020 hat der EuGH das Privacy Shield gekippt — die Rechtsgrundlage für Datentransfers in die USA. Seitdem ist der Transfer personenbezogener Daten in die USA nur unter strengen Bedingungen möglich.

2023 kam der EU-US Data Privacy Framework (DPF). Aber: Der DPF steht auf wackligen Beinen. Datenschutzexperten erwarten ein "Schrems III", das auch dieses Framework kippen könnte. Wer jetzt auf einen US-Anbieter setzt, riskiert, dass die Rechtsgrundlage jederzeit wegfällt.

BotCore: Kein Datentransfer in die USA. Schrems II, III oder X — irrelevant, wenn die Daten in Nürnberg bleiben.

Punkt 4: US Cloud Act

Das Problem, das niemand erwähnt: Der US Cloud Act von 2018 gibt US-Behörden das Recht, auf Daten zuzugreifen, die von US-Unternehmen gespeichert werden — egal wo auf der Welt die Server stehen. Das bedeutet: Selbst wenn ein US-Anbieter EU-Server anbietet, können US-Behörden theoretisch Zugriff auf die Daten verlangen.

AWS, Google Cloud, Microsoft Azure — alle unterliegen dem Cloud Act. Ein Chatbot auf AWS ist ein Chatbot unter US-Jurisdiktion, egal ob der Server in Frankfurt oder Virginia steht.

BotCore: Hetzner ist ein deutsches Unternehmen. Der Cloud Act greift nicht. Deutsche Behörden brauchen einen deutschen Gerichtsbeschluss für einen Datenzugriff.

Punkt 5: Verschlüsselung (Transport und Speicherung)

Die Regel: Personenbezogene Daten müssen verschlüsselt übertragen und gespeichert werden (Art. 32 DSGVO — technische und organisatorische Maßnahmen).

Was du prüfen musst:

  • TLS/SSL für alle Verbindungen (Transport)
  • Verschlüsselung der Datenbank (at rest)
  • Keine Klartextspeicherung von sensiblen Daten

BotCore: TLS 1.3 für alle Verbindungen, verschlüsselte PostgreSQL-Datenbank, keine Klartextspeicherung von Passwörtern oder Tokens.

Punkt 6: Einwilligungsmanagement (Consent)

Die Regel: Bevor ein Chatbot personenbezogene Daten erhebt, braucht er die informierte Einwilligung des Nutzers (Art. 6, 7 DSGVO). Das gilt besonders für Lead-Erfassung (Name, E-Mail, Telefon).

Was oft schiefgeht: Viele Chatbots fragen Daten ab, ohne vorher auf die Datenschutzerklärung hinzuweisen. Oder sie setzen Cookies ohne Cookie-Banner.

BotCore: Konfigurierbarer Consent-Flow. Du kannst einstellen, dass der Bot erst nach expliziter Einwilligung personenbezogene Daten abfragt. Datenschutzhinweis ist integrierbar.

Punkt 7: Löschkonzept und Aufbewahrungsfristen

Die Regel: Du musst personenbezogene Daten löschen können, wenn der Zweck erfüllt ist oder ein Betroffener es verlangt (Art. 17 DSGVO — Recht auf Löschung).

Was du brauchst:

  • Automatische Löschung nach definierten Fristen
  • Manuelle Löschmöglichkeit für einzelne Datensätze
  • Dokumentierte Löschprozesse

BotCore: Automatische Löschfristen konfigurierbar. Einzelne Chat-Verläufe und Kontaktdaten können manuell gelöscht werden. Löschungen werden protokolliert.

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[BESCHREIBUNG: Infografik — Datenfluß-Diagramm: EU-Server vs. US-Server, Cloud Act, Schrems II visualisiert mit Pfeilen und Schildern]

Punkt 8: Sub-Prozessoren transparent auflisten

Die Regel: Du musst wissen (und deine Nutzer informieren), welche Sub-Prozessoren dein Chatbot-Anbieter einsetzt (Art. 28 Abs. 2 DSGVO).

Das Problem: Chatbase nutzt AWS (USA), verschiedene KI-Provider (OpenAI, Anthropic — alle USA), Analytics-Tools. Die vollständige Liste der Sub-Prozessoren ist oft schwer zu finden.

BotCore: Transparente Sub-Prozessoren-Liste. KI-Provider sind wählbar (inklusive EU-kompatibler Optionen). Hosting ausschließlich Hetzner DE.

Wichtiger Hinweis: BotCore nutzt KI-Modelle von verschiedenen Providern (Gemini, OpenAI, Anthropic, Groq). Die Prompts werden an diese Provider gesendet. Die Chatverläufe und Kundendaten bleiben auf Hetzner, aber die KI-Verarbeitung einzelner Nachrichten erfolgt beim jeweiligen Provider. Das solltest du in deiner Datenschutzerklärung transparent kommunizieren.

Punkt 9: Recht auf Auskunft und Datenportabilität

Die Regel: Betroffene haben das Recht zu erfahren, welche Daten du über sie gespeichert hast (Art. 15 DSGVO) und diese in einem maschinenlesbaren Format zu erhalten (Art. 20 DSGVO).

Was dein Chatbot-Tool können muss:

  • Export aller gespeicherten Daten eines bestimmten Nutzers
  • Übersicht über alle Datenfelder
  • Export in gängigem Format (CSV, JSON)

BotCore: Chat-Verläufe und Lead-Daten sind exportierbar. Nutzer können über die Admin-UI nach bestimmten Kontakten suchen und deren Daten exportieren.

Punkt 10: Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA)

Die Regel: Bei hohem Risiko für die Rechte der Betroffenen ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung Pflicht (Art. 35 DSGVO). Bei Chatbots im Gesundheitsbereich (Arztpraxen!) ist das fast immer der Fall.

Was das bedeutet: Du musst dokumentieren, welche Daten der Chatbot verarbeitet, welche Risiken bestehen und welche Maßnahmen du ergreifst.

BotCore: Wir stellen eine DSFA-Vorlage speziell für den Einsatz von BotCore bereit.

Punkt 11: Protokollierung und Audit-Trail

Die Regel: Du musst nachweisen können, dass du die DSGVO einhältst (Art. 5 Abs. 2 — Rechenschaftspflicht).

Was das heißt:

  • Protokollierung von Zugriffen auf personenbezogene Daten
  • Nachvollziehbarkeit von Änderungen
  • Nachweis von Löschungen

BotCore: Zugriffe werden protokolliert. Änderungen an Bot-Konfigurationen sind nachvollziehbar. Löschungen werden dokumentiert.

Punkt 12: Self-Hosting als Ultima Ratio

Für maximale Kontrolle: Manche Branchen (Gesundheit, Finanz, öffentlicher Sektor) verlangen, dass die gesamte Datenverarbeitung auf eigenen Servern stattfindet.

BotCore: Self-Hosting ist möglich. Du kannst BotCore auf deinem eigenen Server betreiben — volle Kontrolle über alle Daten, keine Abhängigkeit von unserem SaaS. Kein anderer Self-Service-Chatbot im DACH-Markt bietet das.

Die Checkliste auf einen Blick

# Prüfpunkt BotCore Chatbase Tidio moinAI DialogBits
1 EU-Server Hetzner DE AWS USA AWS (vmtl. US) Hamburg DE DE
2 AV-Vertrag Standard Auf Anfrage Auf Anfrage Standard Standard
3 Schrems-II-sicher Ja Nein Nein Ja Ja
4 Cloud-Act-frei Ja Nein Nein Ja Ja
5 Verschlüsselung TLS 1.3 + DB Ja Ja Ja Ja
6 Consent-Flow Konfigurierbar Begrenzt Ja Ja Ja
7 Löschkonzept Automatisch Manuell Manuell Ja Ja
8 Sub-Prozessoren Transparent Unvollständig Unvollständig Transparent Transparent
9 Datenexport Ja Begrenzt Ja Ja Ja
10 DSFA-Vorlage Ja Nein Nein Auf Anfrage Auf Anfrage
11 Audit-Trail Ja Begrenzt Begrenzt Ja Ja
12 Self-Hosting Ja Nein Nein Nein On-Premise

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[BESCHREIBUNG: Screenshot der BotCore Admin-UI mit Datenschutz-Einstellungen — Löschfristen, Consent-Flow, AV-Vertrag Download]

Ehrliche Einordnung

Heißt das, dass US-Anbieter illegal sind? Nicht unbedingt. Mit Standardvertragsklauseln und dem EU-US Data Privacy Framework kann ein Transfer rechtlich vertretbar sein — solange der DPF hält. Aber: Du trägst das Risiko. Wenn der DPF gekippt wird, musst du sofort wechseln.

Und: Für bestimmte Branchen (Gesundheit, Finanzen, öffentlicher Sektor) sind US-Anbieter de facto nicht einsetzbar. Kein Datenschutzbeauftragter wird dir Chatbase für eine Arztpraxis freigeben.

Was du jetzt tun solltest

  • Prüfe deinen aktuellen Chatbot-Anbieter anhand dieser 12 Punkte
  • Frage deinen Datenschutzbeauftragten, ob der aktuelle Anbieter freigegeben ist
  • Dokumentiere die Prüfung — das ist deine Rechenschaftspflicht

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